Gift-Alarm im Notre Dame!

Rund einen Tag ist es nun her, dass bei der französischen Feuerwehr der wohl mit Abstand überraschendste Notruf des Jahres eingeht: Die Kathedrale Notre Dame brennt! Auch wenn durch überragende Arbeit der Löscher das Pariser Wahrzeichen nach dem Brand wieder aufgebaut werden kann, gibt es nun ein neues Problem…

GESCHMOLZENES BLEI

Philippe Marsset (61) ist Gerneralvikar der Erzdiözese Paris. Sein erster Eindruck von dem Ort des Geschehens, klingt erschreckend.

„Es sieht aus wie nach einer Bombardierung. Es ist 850 Jahre her, dass diese Kirche gebaut wurde. Sie widerstand Kriegen, sie widerstand Bombenangriffen, sie widerstand allem (…) Unsere Büros sind in der Straße nebenan, der Brandgeruch hat uns alarmiert. Man sah richtig, wie die Flammen das Dach nach und nach verschlangen. Wir konnten kurz in die Kirche hineinschauen (…) Die Trümmer sind von hochgiftigem, geschmolzenem Blei überzogen. Doch über all der Zerstörung strahlt das große, gelbe Kreuz – es steht noch. Das ist für mich ein Zeichen.“

 EINSCHÄTZUNG

Doch wie gefährlich ist das flüssige Blei für die Helfer von der Feuerwehr? Prof. Dr. rer. nat. Thomas Schupp (53, Fachbereich Chemie-Ingenieurwesen) von der FH Münster gibt gegenüber der BILD vorerst Entwarnung:

„Gase, die beim Schmelzen von Blei entstehen, sind nicht ungefährlich, aber in so einer Rauchwolke bei einem Großbrand sind ganz viele unterschiedliche Substanzen. Sobald die dann durch das Abkühlen wieder Kondensieren, sind sie für die Atemwege ungefährlich. Fakt ist: Direkten Hand-Kontakt mit den Niederschlägen einer Rauchwolke, also auch Ruß, sollte man vermeiden. Da wir nun rund um und in der Kathedrale eine professionelle Reinigung nötig sein.“

Hoffen wir, dass keiner gesundheitliche Schäden davon trägt! Im Folgenden seht ihr das erste Foto vom Innern der Kathedrale, nach dem wirklich verheerenden Brand!

BLICK HINEIN

0 Comments Join the Conversation →