10 Millionen Euro in 5 Minuten!

Das nennt man dann wohl fette Beute! Am Flughafen Tirana (Albanien) kam es am gestrigen Mittag gegen 15 Uhr zu einem Zwischenfall, der definitiv seinesgleichen sucht! Am Ende fliehen die Täter mit 10 Millionen Euro im Gepäck…

DIE STORY

Es ist Dienstagmittag auf dem Flughafen Tirana in Albanien. Austrian Airlines Flug OS848 hat an diesem Tag besondere Fracht geladen – über 10 Millionen Euro werden von Albanien nach Wien gebracht, große Banken erwarten die Lieferung dort.

Die Turbinen laufen schon, alle Passagiere sind bereits im Flieger, als es plötzlich passiert: Beim Verladen von Gepäck fährt ein großer, weißer Lieferwagen mit der Aufschrift Steuerfahndung an das noch stehende Flugzeug heran. Doch aus dem Auto steigen keine Finanzbeamten, sondern 5 maskierte Männer, schwer bewaffnet mit Sturmgewehren.

Sie zwingen das Personal des Geldtransporters, ihnen die Säcke mit Geld auszuhändigen, auch die, die bereits im Flugzeug sind. Passagiere in der Kabine können das ganze Geschehen durch die Fenster beobachten.

FLUCHT

Nach wenigen Minuten sind alle Geld-Kassetten verladen, die Flucht beginnt! Als die Täter das Rollfeld verlassen kommt es zu einer kurzer Verfolgungsjagd der Polizei, bei der einer der Täter tot aus dem Auto geworfen wird – es gibt Gerüchte, dass der Mann von seinen Kollegen erschossen wurde, da er keine Maske trug. Kurz darauf hängen sie die Beamten ab.

Bis dato fehlt von den Tätern und der Beute jede Spur! Auch heute, knapp 24 Stunden später, soll es laut der albanischen Polizei weiter keinen Anhaltspunkte geben, wo sich die verbleibenden 4 Männer aufhalten.

GELD

Doch warum war das Geld überhaupt in dem Flugzeug? Es sollte zu einer Bank nach Wien geflogen werden. Ausländische Banken wählen diesen Weg für Bargeld, weil die albanische Zentralbank es nicht annimmt.

Der Airbus A320 gehört der österreichischen Fluggesellschaft AUA. Für die Passagiere bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr, heisst es. Das Flugzeug landete mit zweieinhalb Stunden Verspätung in Wien.

In Zukunft will die Fluggesellschaft auf Geldtransporte aus Albanien verzichten.

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