Erst die USA, jetzt Europa! Der in Amerika bereits weit verbreitete Zombie-Virus (CWD) ist nun auch erstmals auf unserem Kontinent bestätigt worden. Die Berichte sind zwar alarmierend, doch trotzdem bleibt es dabei: Noch immer gibt es keine Übertragung auf den Menschen…
FINNLAND & NORWEGEN
Die Chronic Wasting Disease (CWD) hält die Welt in Atem: Nachdem im Januar bereits in 24 US-Bundesstaaten Fälle der Krankheit dokumentiert wurden, ist der Virus jetzt auch in Finnland und Norwegen angekommen. Zudem erkrankte in Südkorea eine Herde aus Kanada importierter Hirsche.
Auch wenn die ersten Fälle der Krankheit bereits in den 1960er-Jahren in Colorado beobachtet wurden, breitet sich der Virus derzeit rasanter und aggressiver als je zuvor aus.
Sowohl Medien als auch Jäger sprechen aufgrund der krassen Symptome auch gerne von einer Zombie-Krankheit. Die Tiere verändern sich durch die Infizierung drastisch: Sie werden aggressiv, sabbern, verlieren viel Gewicht und besitzen eine mangelnde Koordination.
GEFAHR FÜR DEN MENSCH
Doch wieso sollte eine Krankheit, die sich bis dato nur unter Hirschen und Rehen ausbreitet, auch für den Menschen gefährlich sein? Aktuelle Laborberichte haben bewiesen, dass die Krankheit auch bei Tieren auftreten kann, deren Genetik der menschlichen ähnelt. Dazu gehören etwa Affen oder Labormäuse, so das Center for Disease Control and Prevention. Eine Studie, die kürzlich von deutschen und kanadischen Wissenschaftlern durchgeführt wurde, ergab zudem, dass sich Makaken (Affen) infizieren, wenn sie Fleisch von infizierten Hirschen oder Elchen essen. Zusätzlich wird angenommen, dass sich die Krankheit auch durch Körperflüssigkeiten wie Kot, Speichel, Blut oder Urin ausbreiten kann.
“Es ist wahrscheinlich, dass in den kommenden Jahren menschliche Fälle von CWD dokumentiert werden, die mit dem Verzehr von kontaminiertem Fleisch in Verbindung stehen. Es ist möglich, dass die Zahl der menschlichen Fälle beträchtlich sein wird.”
so Michael Osterholm, der Direktor des Center for Infectious Disease and Research Prevention an der University of Minnesota. Noch gibt es keine Behandlungen oder Impfstoffe. Es kann Jahre dauern, bis nach der Infizierung Symptome auftreten. Hoffen wir, dass die Medizin dem Ausbruch schnell entgegenwirken kann…
