Unter Jugendlichen ist es (leider) zum Trend geworden: Nacktfotos bei Snapchat schicken, die nur kurz angezeigt werden und dann normalerweise wieder verschwinden! Nun gibt es jedoch mächtig Stress, weil genau dieser Mechanismus ausgehebelt wurde um Geld zu erpressen…
ERPRESSUNG
Es passiert vor einigen Tagen in Luzern: Eine 14-Jährige chattet über den Message-Dienst mit einem 17-Jährigen, welcher sie im Laufe der Zeit dazu bringt, ihm Nacktfotos von sich zu schicken. Auch wenn die Fotos nach wenigen Sekunden nicht mehr zu sehen sind, schafft es der Junge diese aufzunehmen um anschließend eine ekelhafte Erpressung zu starten.
Er will auf der Stelle 400 Franken (350 Euro) von der Schülerin bekommen, ansonsten versendet er die freizügigen Aufnahmen an alle seine Freunde. Die 14-Jährige geht vorerst auf das Angebot ein, kratzt das Geld zusammen und gibt es dem Erpresser an einem geheimen Übergabeort.
Als dieser jedoch im Anschluss weiter Geld möchte, geht sie zur Polizei und erstattet Anzeige. Um an die Daten des Täters zu gelangen, wird daraufhin ein Rechtshilfeersuchen in Amerika gestellt, damit Snapchat die Infos zum Erpresser rausrückt. Der Täter kann anschließend identifiziert und an seinem Wohnort in einer Luzerner Gemeinde festgenommen werden. Der Jugendliche ist geständig.
STRAFE
Laut dem Schweizer Gesetzbuch droht bei Erpressung eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren. Da der Täter jedoch minderjährig ist, wird er höchstwahrscheinlich deutlicher milder bestraft.
