Das wird richtig teuer! Weil Apple die Leistungsfähigkeit seiner älteren Geräte durch Software-Updates beeinflusst, muss der Konzern in Italien nun eine Millionenstrafe zahlen. Die italienischen Wettbewerbshüter werfen dem Smartphone-Hersteller „geplanten Verschleiß“ vor.
KARTELLBEHÖRDE
Wer kennt es nicht: Man besitzt ein etwas älteres Smartphone, mit dem man eigentlich seit Jahren zufrieden ist! Plötzlich, zur Präsentation der neuen Generation, kommt ein Update raus und nach der Installation des aktuelleren Betriebssystems, ist nichts mehr wie es vorher war. Alles ist langsamer, teilweise Fehlermeldungen, sogar das ganze Smartphone stürzt gelegentlich ab.
Für die italienische Kartellbehörde steht fest: Das sind „unlautere Geschäftspraktiken“. So wolle man die Kunden dazu drängen, schneller neue Geräte zu kaufen. Wegen dieser gezielten Drosselung der Leistungsfähigkeit älterer Geräte muss Apple jetzt 10 Millionen Euro Strafe zahlen.
Übrigens wird auch Samsung zur Kasse geboten: 5 Millionen Euro Strafe, da man ähnliche Praktiken beim Modell Note 4, wo man Kunden dazu drängte das neue Betriebssystem zu installieren, anwendete.
Und was sagt Apple dazu? Bereits vergangenes Jahr hatte der Konzern zugegeben, die Geschwindigkeit älterer Smartphones zu drosseln. Man wolle damit jedoch laut eigenen Angaben lediglich die Akkulaufzeit verlängern.
In Amerika wartet übrigens bereits eine Sammelklage auf Apple. Mal schauen, ob man dort die Erklärung des Konzerns gelten lässt…
