In China hängen bereits an fast jeder Ecke Videokameras, die es der Regierung ermöglichen jeden Bürger auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Nicht mal über Rot gehen, bleibt dort unentdeckt – und das gibt Punkteabzug. Jetzt scheinen einige erstmals über ein solches System bei uns nachzudenken…
SOCIAL SCORE
In der staatlichen Punktebewertung wird man dabei für gutes Verhalten mit Pluspunkten belohnt, bei schlechtem jedoch mit Minuspunkten bestraft. Doch das führt oft zu Diskriminierung im Alltag, wie auch im Berufsleben.
VIDEOÜBERWACHUNG 2030?
Laut Bundesministerium für Bildung bringt ein solches System nur Vorteile mit sich, vor allem in Sachen CO2 Ausstoß oder Verkehrskontrolle.
So hält Karim Fathi (Mitglied des BMFB) das Punktesystem auch in Deutschland für „denkbar möglich“ und das sogar schon 2030, das geht aus einem von ihm verfassten Essay hervor.
„THEORETISCHES SZENARIO“
Doch in der Praxis sieht das anders aus, schließlich orientieren wir uns in Deutschland als aller erstes nach unserem Paragraphen 1, der Menschenwürde. Und die ist sehr weit fern von einem allgemeinen Video-Überwachungssystem.
So handelt es sich laut Ministerium lediglich um „eine Debatte über theoretische Szenarien, die eine frühzeitige Reflexion über mögliche Entwicklungen“ anstoßen soll.
Ob der Verfasser da in die richtige Richtung denkt, fraglich…
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„Social Score“ wie in China? Das Bildungsministerium spielt mit dieser Idee https://t.co/HiuHR0LzD0 pic.twitter.com/nfyhjZxqJ5
— WELT (@welt) July 3, 2021


