Es ist ein Interview, das die schlimmsten Befürchtungen wahr werden lässt. WhatsApp-Gründer Brian Acton erklärt in seinem aktuellen Gespräch mit dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes, dass WhatsApp bald ausgewählte Werbenachrichten für User ausspielen soll. Die Pläne kommen direkt von Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
GROSSER STREIT
Der einstige Gründer, der nach dem WhatsApp-Verkauf, im Jahr 2014, kurzzeitig von Facebook übernommen wurde, war damit von Anfang nicht einverstanden. Es kam zu einem heftigen Streit, weil er sich betrogen fühlte. Er kündigte und verließ den Konzern im Jahr 2017 mit viel Wut im Bauch.
Als Acton nämlich die App an Facebook verkaufte, nahm WhatsApp eine wichtige Klausel in den Vertrag auf. Facebook dürfe für fünf Jahre keinen Druck („zero pressure“) auf WhatsApp ausüben, um Geld zu verdienen.
Diese Klausel läuft jedoch im kommenden Jahr aus. Dann darf Facebook problemlos seine Werbung bei WhatsApp ausspielen.
In welchem Ausmaß ist derzeit noch ungewiss. Einigen Quellen zufolge wird vorerst nur der Status-Bereich beworben, andere sprechen von einer Grundvermarktung.
Beispiel: Schreiben sich zwei Freunde über eine geplante Reise nach Spanien, könnte WhatsApp dann, aufgrund der Chat-Filterung, im Status gezielt auf Reisen in das Mittelmeerland hinweisen.
Vor diesen ganzen Entwicklungen warnt nun der einstige Gründer, denn für ihn war immer eines klar: WhatsApp muss werbefrei bleiben!
