Bunte Streusel, Schoko-Linsen, oder in diesem Fall eine Mini-Brezel: Ein leckeres Topping auf dem Eis darf eigentlich nicht fehlen. Doch Chantel hätte es weglassen sollen – dann hätte sie jetzt noch ihr altes Leben.
ALLERGIE
Es ist 2013. Die heute 35-Jährige arbeitet damals als Model und Schauspielerin, zieht für ihren großen Traum nach Los Angeles. Doch dann der große Schock – und alles nur, weil sie einen Frozen Yogurt löffelt.
Auf einer Messe wird ihr ein solches Eis mit Brezel-Topping angeboten. Sie nimmt den ersten Happen – und merkt direkt, dass etwas nicht stimmt. Die Brezel enthält Erdnussbutter! Dagegen ist sie allergisch! Die Creme löst einen Allergieschock aus: Ihre Kehle schwillt zu, sie läuft blau an.
GELÄHMT
Die Sanitäter spritzen ihr Adrenalin – doch nur ins Muskelgewebe, nicht intravenös. Ein Fehler. Die junge Frau sackt ohnmächtig zusammen. Ihre Atmung setzt aus, minutenlang wird ihr Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt.
Seitdem ist Chantel gelähmt und kann nicht mehr sprechen. Mithilfe eines Spezial-Computers, der ihre Augenbewegungen analysiert, kann sie Kontakt zu Familie und Freunden aufnehmen.
Sie kann aber nichts mehr eigenständig machen, muss von ihren Eltern gepflegt und künstlich ernährt werden.
SCHMERZENSGELD
Am Freitag gibt es endlich einen kleinen Grund zur Freude: Ihre Familie hat Erfolg vor Gericht und bekommt jetzt 29,5 Millionen Dollar (25 Mio. Euro) Schmerzensgeld zugesprochen. Zahlen muss die Ambulanz, die sich zuerst um sie kümmerte.
Jetzt sollen Spezialisten der heute 35-Jährigen helfen und die Familie entlasten. Doch die Hirnschäden, die ihre Tochter erlitt, sind so schwer, dass sie für immer auf Hilfe angewiesen sein wird…



