Am Mittwoch Abend beschließen es Angela Merkel und die 16 Minister-Präsidenten: Der große Lockdown wird bis 28. März verlängert! Doch was bedeutet das für die Schulen? Das beschließt inzwischen jedes Bundesland selbst! Wir haben die Übersicht: So geht es bei dir mit den Öffnungen der Klassenzimmer weiter.
WICHTIG: In vielen Bundesländern kann es noch kurzfristig zu Änderungen kommen!
BADEN-WÜRTTEMBERG
Grundschulen sind seit 22. Februar geöffnet, sie sollen jetzt in den Regel-Unterricht übergehen.
In den weiterführenden Schulen sollen ab 15. März bis zu den Osterferien zunächst die Klassen 5 und 6 wieder Präsenzunterricht bekommen.
BAYERN
Ab 15. März gilt für alle Landkreise und Städte: Bei Inzidenz unter 50 erfolgt in allen Grundschul-Klassen Präsenzunterricht. Bei Inzidenz unter 100 findet in allen Schulen Wechselunterricht statt. Bei Inzidenz über 100 gibt es in allen Schulen Distanzunterricht. Ausnahmen gelten nur für Abschlussklassen.
BERLIN
Die Abschlussklassen sind bereits seit Januar Unterricht an den Schulen. Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 3 der Grundschulen sind seit 22. Februar Wechselunterricht.
Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 4 bis 6 soll es ab 9. März mit dem Unterricht in der Schule losgehen. Die Klassen 10 bis 13 sollen dann voraussichtlich ab 17. März folgen.
BRANDENBURG
Seit 22. Februar haben die Grundschulen wieder im Wechselunterricht geöffnet. Ab 15. März ist dann Wechsel-Unterricht für alle geplant.
Ausnahmen gibt es allerdings schon jetzt für Förderschulen und Abschlussklassen. Sie können auch während der Schulschließungen im Präsenzunterricht für ihre Prüfungen lernen.
BREMEN
Während die Stadt Bremen bereits Unterricht in voller Klassenstärke erlaubt, tut das Bremerhaven erst ab dem 15. März.
Für Schüler ab Jahrgangsstufe 5 gilt Wechselunterricht und während des Präsenzunterrichts eine strikte Maskenpflicht.
HAMBURG
In Hamburg sind derzeit Märzferien. Danach sollen die Schulen ab 15. März wieder öffnen. Zunächst sollen Kinder der Grundschulen und Abschlussklassen zurück an die Schulen kommen. Die Präsenzpflicht bleibt aufgehoben.
HESSEN
Seit 22. Februar findet an den Schulen in Hessen für die Klassen 1 bis 6 bis Ostern Wechselunterricht statt.
Für die Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse bleibt es vorerst weiter beim Distanzunterricht. Nur die Abschlussklassen bereiten sich wie bisher in der Schule auf ihre Prüfungen vor.
MECK-POMM
Hier haben die Schulen für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 seit seit 24. Februar wieder geöffnet. Das gilt allerdings nur für Landkreise und kreisfreie Städte, die einen Inzidenzwert von unter 50 haben. In Corona-Hotspots mit einer Inzidenz von über 150 soll auch künftig nur eine Notbetreuung für jüngere Schüler angeboten werden. Da die Inzidenzwerte steigen, werden in einigen Landkreisen die Schulöffnungen aber schon wieder gestoppt.
Vom 8. März an sollen eigentlich Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen schrittweise an die Schulen geholt werden, zunächst im Wechsel von Präsenzunterricht und Homeschooling. Dieser nächste Schritt der Schulöffnung hängt aber auch von den Inzidenzwerten ab.
Für Abschlussklassen wurde zur Prüfungsvorbereitung schon vorher Präsenzunterricht angeboten.
NIEDERSACHSEN
In Niedersachsen sind die Grundschulen bereits seit 18. Januar im Wechselmodell geöffnet.
Auch an den weiterführenden Schulen soll es voraussichtlich zunächst Wechselunterricht geben. Plan ist, dass die Schulen in Niedersachsen nach den Osterferien grundsätzlich für alle wieder öffnen, vorausgesetzt die Infektionszahlen sinken bis dahin weiter ab.
NRW
Hier läuft die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen seit 22. Februar. Die Schulöffnungen gelten zunächst für Kinder der Grundschulen und Abschlussklassen. Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen, die sich nicht in einer Abschlussklasse befinden, werden auch nach dem 22. Februar zunächst weiter auf Distanz unterrichtet. Mit Ausnahme der gymnasialen Oberstufe Q1, weil deren Leistungen in die Abiturnote einfließen.
Seit 1. Februar dürfen außerdem Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen in den Schulen am Distanzunterricht teilnehmen, wenn sie zu Hause nicht das Umfeld dafür haben. Es gibt dann zwar keinen Unterricht in den Schulen, aber sie können die Räumlichkeiten in der Schule nutzen.
RHEINLAND-PFALZ
Die Grundschulen in Rheinland-Pfalz sind am 22. Februar vom bisherigen Fernunterricht in den Wechselunterricht übergegangen. Sofern in einer Klasse der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, ist auch der Unterricht in der vollständigen Klasse möglich.
Ab 8. März haben auch die Schüler der Jahrgangsstufen fünf und sechs die Aussicht, dass sie im Wechsel mit Homeschooling zurück in die Schule dürfen.
SAARLAND
Das Saarland ist am 22. Februar mit den Grundschülerinnen und Grundschülern wieder in den Präsenzunterricht eingestiegen, zunächst in Wechselmodellen. Die anderen Jahrgänge sollen dann ab 8. März mit Wechselunterricht an die Schulen zurückkehren.
Ausnahmen von den Schulschließungen gab es im Saarland bislang nur für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen.
SACHSEN
Sachsen hat die Grundschulen seit 15. Februar im „eingeschränkten Regelbetrieb“ geöffnet. „Eingeschränkter Regelbetrieb“ heißt: Gruppen und Klassen werden strikt getrennt.
Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Wert 100 überschreitet, müssen Kitas und Schulen wieder schließen. Diese Regelung soll aber frühestens ab 8. März greifen.
SACHSEN-ANHALT
Ab 1. März öffnen die Schulen in Sachsen-Anhalt. An den Grundschulen soll es täglichen Unterricht mit einer fest zugeteilten Lehrkraft geben. Die Präsenzpflicht bleibt aufgehoben. Ältere Jahrgänge werden in Gruppen geteilt und lernen abwechselnd in der Schule und mit Aufgaben zu Hause. Voraussetzung für die Schulöffnungen ist, dass die 7-Tage-Inzidenz im betreffenden Kreis unter 200 liegt. Bislang kamen nur die Abschlussjahrgänge Präsenzunterricht, für alle anderen gibt es Aufgaben für zu Hause und Online-Lernangebote.
Eltern, die systemrelevante Jobs und eine Bestätigung ihres Arbeitgebers haben, können Kinder bis zur sechsten Klasse notbetreuen lassen.
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Seit 22. Februar sind die Grundschulen in Schleswig-Holstein wieder geöffnet. Ab 8. März sollen dann die Klassenstufen 5 und 6 auch wieder zurück an die Schulen kommen.
Bislang bekamen in Schleswig-Holstein im zweiten Corona-Lockdown lediglich die Abschlussjahrgänge Lern- und Vorbereitungsangebote in den Schulen. Die Angebote finden in Kleingruppen mit Abstand und Hygienekonzept statt, und es gilt weiterhin die Maskenpflicht.
THÜRINGEN
Seit 22. Februar können die Grundschulen in Thüringen wieder öffnen. Die höheren Klassen können am 1. März zurückkehren, wenn es das Corona-Infektionsgeschehen erlaubt. Voraussetzung für die Schulöffnungen ist ein Inzidenzwert unter 200. Bei Werten zwischen 150 und 200 haben die Kreise einen Entscheidungsspielraum. Von den Schulschließungen ausgenommen, waren bisher nur die Abschlussklassen.
