Erst Großbritannien, dann Südafrika und jetzt auch noch Brasilien: Die neuen Mutationen des Corona-Virus bereiten weltweit große Sorgen. Doch neben der viel schnelleren Ausbreitung beobachten Wissenschaftler aus Südamerika nun auch noch ein weiteres Problem…
P.1.
So heisst die neueste Mutation die kürzlich in Brasilien entdeckt wurde. Seit Ende Dezember verbreitet sie sich vor allem im brasilianischen Manaus.
Bislang gingen Wissenschaftler jedoch davon aus, dass die Stadt bereits Herdenimmunität erreicht hat, weil rund drei Viertel der Einwohner schon mit SARS-CoV-2 infiziert waren.
Jetzt der Schock: Die neuesten Beobachtungen deuten daraufhin, dass P.1. der Immunantwort entgehen und bereits Immunisierte wie auch Geimpfte ganz einfach wieder infizieren kann.
Die bisher vorhandenen Impfstoffe können die verschiedenen Virus-Varianten demnach nicht mehr komplett abdecken und müssen womöglich verändert werden.

IMPFSTOFFE ANPASSEN
Auch wenn die Beobachtungen noch genau untersucht werden müssen, sagt der Frankfurter Virologe Martin Stürmer gegenüber BILD bereits, dass es Hinweise darauf gebe, dass beim Impfstoff nachgebessert werden muss:
„Ich gehe davon aus, dass die Forscher bei Biontech das sehr genau beobachten“
Eine einzige Impfung und alles ist okay? Das könnte womöglich eine Traumvorstellung bleiben!
MEHRFACHIMPFSTOFFE
Noch gibt es zwar keinen großen Grund zur Sorge, es ist jedoch durchaus möglich, dass wir in den nächsten Jahren Mehrfachimpfstoffe brauchen um verschiedenen Virusvarianten abdecken – ähnlich wie beim Grippeimpfstoff.
HIER DIE QUELLE
Variants of #SARSCOV2 may be able to do an end-run around the human immune response. Such “immune escapes” could mean more people who have had #COVID19 remain susceptible to reinfection, and that proven vaccines may, at some point, need an update. https://t.co/ECDJLtrnRV
— News from Science (@NewsfromScience) January 15, 2021
