Es ist die wohl emotionalste Rede von Angela Merkel seit Beginn ihrer Kanzlerschaft. Inmitten der zweite Corona-Welle fordert sie am Mittwoch Morgen im Bundestag harte Maßnahmen und vor allem eine baldige Schließung der Schulen. Die leicht weinerliche Stimme dabei zeigt die große Dramatik…
STATEMENT
„Wenn wir jetzt vor Weihnachten zu viele Kontakte haben und es anschließend das letzte Fest mit den Großeltern war, dann werden wir sicher etwas versäumt haben. Das sollten wir nicht tun.
Und ich sage Ihnen, was mir jetzt Sorgen macht. Die Entwicklung im Augenblick: 3500 Fälle mehr als vor einer Woche. Und wir müssen alles tun, dass wir nicht wieder in ein exponentielles Wachstum kommen“

16. DEZEMBER
„Und wenn die Wissenschaft uns geradezu anfleht, vor Weihnachten, bevor man Oma und Opa sieht, eine Woche der Kontaktreduzierung zu ermöglichen, dann sollten wir vielleicht doch noch einmal nachdenken, ob wir nicht irgendeinen Weg finden die Ferien nicht am 19. sondern schon am 16. Dezember beginnen zu lassen.
Was wird man denn im Rückblick auf ein Jahrhundert-Ereignis über uns sagen, wenn wir nicht in der Lage waren, für diese drei Tage noch irgendeine Lösung zu finden?“
ENTSCHEIDUNG
Das bedeutet: Angela Merkel folgt dem Aufruf der Leopoldina und will den harten Lockdown möglichst schnell ins Leben rufen.
Noch in dieser Woche wird mit einer großen Entscheidung gerechnet. In Sachsen ist bereits am Freitag der letzte Schultag. Ob andere Bundesländer nachziehen?
