Damit München den wachsenden Verkehr und die EU-Grenzwerte für Stickoxide einhalten kann, lässt sich die bayrische Verkehrsministerin, Ilse Aigner, nun etwas ganz Besonderes einfallen. Angeregt durch die österreichische Firma Doppelmayr, will sie über München eine Seilbahn errichten! Dadurch sollen der Verkehr und die Stickoxid-Werte verringert werden – in Planung ist eine Seilbahn für Pendler von Dachau in die Münchner Innenstadt. Laut Experten benötigt die Planungs- und Bauzeit so einer Seilbahn drei Jahre, pro Stunde könnten 3800 Personen damit transportiert werden (rund 50 Prozent mehr als mit einer Straßenbahn). Der Antrieb wäre natürlich rein elektrisch.
DAS GILT ES ZU LÖSEN
Bei einer Streckenführung über bewohnte Gebiete müssten die Behörden wohl vorerst einigen Widerstand aus der Bevölkerung überwinden. Denkbar wäre deshalb auch eine Seilbahn parallel zum mittleren Ring zwischen den U-Bahn-Stationen Oberwiesenfeld und Studentenstadt. Des weiteren würde sich bei einer Streckenführung die parallel zur A8 verläuft, sicherlich keiner stören. Rund 50 Millionen Euro betragen die geschätzten Kosten. Ob die Seilbahn wirklich Realität wird, bleibt abzuwarten.
Übrigens: Die Seilbahn als Verkehrsmittel ist nichts Neues! Das obige Foto zeigt die „Linea Azul“ bei La Paz in Bolivien, die ebenfalls von der Firma Doppelmayr errichtet wurde! Warum nicht auch bald in München?
