Mittlerweile ist es Standard geworden, dass die deutschen Rapper immer am Freitag releasen, um die meisten Chart-relevanten Tage mitzunehmen. Jetzt erklärt Mois, wieso er darauf mittlerweile keine Lust mehr hat.
STATEMENT
„Ich bin froh nicht mehr wie ein Kelb zwischen 150 anderen Künstlern am Freitag releasen zu müssen. Gefühlt geht alles auch nur um Zahlen, Likes oder Chartplatzierungen. Wenn einer weniger Streams als der andere hat, kriegen die Paras und wollen nicht mehr leben.
Für die Konsumenten bist du scheiße, wenn du keine Klicks hast und krank krass, wenn da 15 Millionen Klicks steht. Ganz egal, wie Müll das Produkt ist. Die selben Leute, die dich haten, akzeptieren dich dann nicht wegen deiner besseren Musik, sondern wegen mehr Reichweite.
Gefühlt ist jeder Freitag Overkill sein Vater. Ich spüre, dass die Musik in der letzten Zeit einfach zu etwas geworden ist, was die Künstler produzieren müssen und nicht das, was sie produzieren wollen. Jeder ballert jeden Freitag einen Song um Hauptsache einen Song hochgeladen zu haben.
Das ist eher Quantitäts-Arbeit geworden als Qualität. Ich kann mir vorstellen, dass es als Konsument auch absolut abfuckt, wenn 99 Leute in einer Sekunde releasen und jeder verspricht, er hat die Welt gefickt, aber klingt zum 29. Mal schon wieder gleich.“

