Die Beamten vom LKA sind extrem besorgt. Die Zahlen der Delikte explodieren förmlich. In einer offiziellen Mitteilung warnt die Polizei Bayern deswegen nun alle Jugendlichen: Vorsicht, wenn Ihr diese ganz privaten Handy-Fotos macht und verschickt…
PORNSELFIES
Was ist das? Gemeint sind Handy-Bilder, für die sich Jugendliche bei sexuellen Handlungen selbst fotografieren oder filmen. Diese Fotos und Videos werden mit Diensten wie WhatsApp verschickt – doch oft gibt es ein böses Ende, wie die Polizei schreibt.
„Diese sogenannten Pornselfies werden zum Problem, wenn die überwiegend 13- bis 15-jährigen Mädchen ihre Selbst-Aufnahmen zunächst mehr oder weniger freiwillig an ihren männlichen Partner versenden. Und er diese Abbildungen häufig nach Beziehungsende oder zur Bloßstellung der Betroffenen ohne deren Wissen an Dritte weiterleitet“
ALTER DER OPFER

ILLEGAL
Beim einfachen Weiterschicken ohne passende Genehmigung liegt der Straftatbestand der „Verbreitung pornografischer Schriften“ vor.
Und bei diesem Delikt gab es allein 2019 einen Anstieg von 54,7 Prozent.
Dabei wurden nur die erfassten Fälle gezählt, laut der Beamten ist die Dunkelziffer aber viel höher.
Weil sich viele Opfer schämen oder selbst schuldig fühlen, erstatten sie keine Anzeige.
TÄTERANGABEN
Wer sind die Täter? Laut dem Bericht des LKA sind es männliche 14- bis 15-jährige Tatverdächtige, die größtenteils die Mittelschule besuchen und mit ihren Smartphones pornografische Abbildungen abspeichern und häufig in Chat-Gruppen verbreiten.
HIER SEHT IHR ES
#Pornselfies auf Smartphones und in Chatgruppen sind unter Jugendlichen weit verbreitet.
Mehr dazu u. a. im aktuellen Jahresbericht „#Kriminalität und #Viktimisierung junger Menschen in Bayern 2019″ unserer Kriminologischen #Forschungsgruppe (KFG):https://t.co/2MbnmYiHO6 pic.twitter.com/WSKRvAlzxj
— Bayerisches Landeskriminalamt (@LKA_Bayern) October 6, 2020
