Der Film „Mulan“ ist ganz neu auf dem Disney+ Channel und soll eigentlich Rekorde brechen. Doch jetzt sehen sich die Macher mit einem brutalen Shitstorm konfrontiert. Der Grund dafür zeigt, dass Chinas Horror-Taten immer noch toleriert werden – obwohl fast jeder weiss, was los ist…
UIGUREN
Wer in diesen Stunden auf Twitter & Co schaut, sieht direkt, dass dort ein Hashtag trendet.
#BoycottMulan
Der Grund dafür: Die märchenhafte Abenteuer-Geschichte um die chinesische Heldin Hua Mulan wurde teilweise in der Provinz Xinjiang gedreht.
Dort werden seit Jahren Millionen Uiguren, die der muslimischen Minderheit in China angehören, in Lagern misshandelt und eingesperrt.
Im Abspann des Films nun der Hammer: Die Filmemacher bedanken sich ganz offen bei den Sicherheitsbehörden in der westchinesischen Region Xinjiang.

HEFTIGE KRITIK
Xinjiang-Experte Adrian Zenz nimmt auf Instagram kein Blatt vor den Mund und übt scharfe Kritik an den Filme-Machern:
Es ist „kapitalistische Ausbeutung von ihrer besten Seite“, wenn ein Blockbuster in Teilen in der Nähe von Dörfern gedreht wird, in denen die Polizei mit Massen-Internierungen beschäftigt.
Das Ergebnis: Ein heftiger Shitstorm, der sich nicht nur in den sozialen Medien sondern auch in den Bewertungen widerspiegelt. Überall gibt es schlechte Kritiken für den Streifen.

„Mulan“ ist am 4. September bei Disney+ angelaufen. Darin erzählt die neuseeländische Regisseurin Niki Caro die Geschichte der jungen Titelheldin, die im China des Mittelalters bei ihrer Familie lebt und kurz davorsteht, verheiratet zu werden.
HIER DIE QUELLE
Disney has publicly thanked a Chinese government agency accused of human rights abuses in Xinjiang for its help in making „Mulan“ — a revelation that has provoked a storm of criticism online. https://t.co/OExJrbgWq3
— CNN (@CNN) September 8, 2020
