Mit der Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“, sorgte Farid Bang im Jahr 2018 für einen Skandal. Nun hat der Platin-Star mit der BILD gesprochen und verrät, wie er heutzutage über die damalige Situation denkt…
STATEMENT
„Wenn ich könnte, würde ich es heute rückgängig machen. So etwas wird mir nie wieder passieren. Ich distanziere mich heute wie auch damals ausdrücklich vom Antisemitismus. Mir ist mit dieser Rap-Zeile ein Fehler unterlaufen, für den ich mich bei allen Betroffenen immer noch entschuldigen möchte.
Rap war bis zu dem Eklat für mich eine Kunstform ohne Grenzen. Ich habe damals diese Zeile einfach ohne Nachzudenken gerappt. Mir fehlte damals die nötige Selbstreflexion. Sehen Sie, ich bin Moslem, und hätte jemand die Geschichte meiner Glaubenskultur verhöhnt, fände ich es auch nicht gut.
Viele Leute haben sich damals von mir abgewandt, wir haben unseren Plattendeal verloren. Ich stand vor dem Ende meiner Karriere. Ich habe aber meinen Kopf nicht in den Sand gesteckt. Ich habe meine Konsequenzen akzeptiert.
Nach dem Echo habe ich mich von vielen Leuten abgewandt. Ich wollte kein Mitläufer sein und mir ständig etwas einreden lassen. Sie kamen aus allen Segmenten. Das waren Kriminelle, Menschen aus der Musikindustrie oder aus dem Alltag.
Aber ehrlicherweise entsprach ihr Handeln und Auftreten nicht meinen Prinzipien. Das war dann auch der größte Schnitt in meinem Privatleben, der sehr viel Kraft und Überwindung gekostet hat“
ÜBER KOLLEGAH
„Unsere Freundschaft stand nach dem Echo-Eklat natürlich auf dem Prüfstand. Wir sind auch nicht immer einer Meinung, aber uns verbindet eine langjährige Freundschaft.“
HIER DIE QUELLE
Farid Bang – Abrechnung mit seiner Vergangenheit https://t.co/BH2YPobIUn
— BILD (@BILD) June 5, 2020
