Seit nun mehr fast drei Monaten ist der Corona-Virus in Deutschland allgegenwärtig. Doch seit jeher stellen sich viele Wissenschaftler folgende Frage: Sterben bei uns aktuell überhaupt mehr Menschen als sonst, oder sind Corona-Tote fast ausschließlich Personen, die sonst auch durch eine andere Infektion zeitnah gestorben wären? Jetzt bekommen wir eine erste Antwort…
ÜBERSTERBLICHKEIT
Vorab die Erklärung: Übersterblichkeit bezeichnet eine erhöhte Sterberate in einer bestimmten Zeitspanne, verglichen mit der zur selben Jahreszeit normalerweise erwarteten Sterblichkeit.
Die Frage also: Sind im April 2020 in Deutschland mehr Menschen gestorben, als in den April-Monaten der vergangenen Jahre?
NEIN, sagt jetzt das Münchner Ifo-Institut!
KAUM ERHÖHT
Die Sterberate in Deutschland ist nach ersten Berechnungen trotz des Corona-Virus bislang kaum gestiegen.
„Selbst die im April zu beobachtenden leichten Abweichungen der Sterbezahlen nach oben liegen innerhalb der Bandbreite, die sich durch Zufallseinflüsse erklären lässt“
Auch bei höheren Altersgruppen bewegen sich die Zahlen im Bereich statistischer Unschärfe.
Damit steht eine weitere Erkenntnis fest: Sofern man durch Vorsicht und Achtsamkeit eine Überlastung der Krankenhäuser vermeidet, sterben an dem Erreger selbst nicht signifikant mehr Menschen als sonst.
Auf Twitter postet Florian Schwab, Redakteur der Weltwoche, bereits eine zugesandte Grafik, die das Ganze darstellt.
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