Ansteckungsrate steigt wieder: Was JETZT passiert!

Es ist die wohl schlechteste Neuigkeit vom Wochenende: Die Ansteckungsrate bei uns in Deutschland steigt wieder! Doch was passiert jetzt? Werden die ganz neuen Lockerungen zurückgenommen? Wer entscheidet, wie es weiter geht? Das Robert-Koch-Institut (RKI) spricht darüber in einem großen Statement…

R-WERT 1,1

Die sogenannte Reproduktionszahl steht laut Datenbestand vom 9. Mai um 0 Uhr wieder bei 1,1. Am Mittwoch hatte das RKI den Wert noch mit 0,65 angegeben.

Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Sowohl die Bundesregierung als auch das RKI hat immer wieder betont, dass um die Epidemie abflauen zu lassen, die Reproduktionszahl dauerhaft unter 1 liegen muss.

BEOBACHTUNG

Doch wie wird dieser Wert eingeordnet? Kommen direkt die Beschränkungen zurück?

Vorerst noch nicht: Das RKI warnt in seinem Bericht, angesichts statistischer Schwankungen, die durch die gegenwärtig relativ geringe Zahl von Infizierten verstärkt werde, lasse sich noch nicht sagen, „ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetzt oder es zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt“.

Zur Erklärung: Bei der aktuell niedrigen Zahl von Neuansteckungen sorgt bereits eine geringe Zunahme an Fällen für einen entsprechenden Anstieg der Reproduktionszahl.

Der Anstieg des geschätzten R-Werts macht es aber in jedem Fall „erforderlich, die Entwicklung in den nächsten Tagen sehr aufmerksam zu beobachten“.

Bund und Länder haben am Mittwoch weitreichende Lockerungen der Corona-Auflagen angekündigt, die je nach Bundesland unterschiedlich umfangreich und schnell in Kraft treten.

Am wichtigsten dabei: Jeder Landkreis, der über 50 Neu-Infektionen auf 100.000 Menschen registriert, soll sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen!

VIROLOGE

Und was sagt Top-Virologe Jonas Schmidt-Chanasit (Universität Hamburg) dazu?

„Bei einem einmaligen Wert von 1,1 bleibt abzuwarten, ob sich das dann auch in den nächsten Tagen so bestätigt. Es kommt gerade bei dieser Zahl auf den langfristigen Trend an, weil sie starken Schwankungsbreiten ausgesetzt ist.

Je weiter wir zurückschauen, desto genauer wird es. Wenn der Wert eine oder zwei Wochen hintereinander bei 1,1 oder 1,2 liegt, erst dann müssen wir genauer hinschauen“

Es heisst also genau zu beobachten, wie sich der Wert in den kommenden Tagen entwickelt. Bis dahin bleibt man beim Plan, der für die Lockerungen ausgearbeitet wurde…

HIER DIE QUELLE

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