„IHR alle habt SIE getötet“

Es ist ein Bild, welches man mit Worten gar nicht beschreiben kann.Ein kleines Mädchen starrt mit weit geöffnetem Mund in die Kamera. Ihre Augen sind tiefschwarz. Doch sie ist längst tot…

LAILA (1)

Ihr Name: Laila! Das kleine Mädchen wird nur 18 Monate alt. Mit ihrer Familie lebt sie in einem Flüchtlingslager in Aleppo, flieht vor dem Krieg, den Syriens Diktator Assad führt.

Bei Minus 7 Grad ohne Heizung entschließt sich Lailas Papa am Donnerstag mit seinem kleinen Schatz das nur sehr wenige Kilometer entfernte Krankenhaus anzulaufen. Dabei wickelt er die 1-Jährige in mehrere Decken ein, damit sie nicht erfriert. In seinem kleinen Zelt ist es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich zu leben.

Er nimmt Laila auf den Arm, drückt sie an sich und läuft los. Über zugefrorene Gräben, vorbei an Ruinen und Schutthaufen des Krieges. Er friert, manchmal stolpert er, hält aber sein Mädchen fest. Wenn der Wind zu eisig wird, schützt er es mit seinem Körper.

KRANKENHAUS

Nach zwei Stunden erreichen sie die Shifa-Klinik in Afrin! Dort muss Arzt Dr. Housam Adnan die schreckliche Diagnose stellen! Dabei klagt er an:

„Wir sahen Lailas kleines Engelsgesicht, aber sie war bewegungslos. Wir hörten nach ihrem Herzschlag… Sie war tot (…) Und wir sitzen hier hinter unseren Heizungen und unter den Dächern unserer Häuser. Ihr, die Menschen auf der ganzen Welt. Ihr alle habt sie getötet“

6,2 Millionen Menschen, darunter 2,5 Millionen Kinder, wurden in den vergangenen ­Jahren innerhalb Syriens ­vertrieben.

R.I.P.

In München läuft aktuell die weltweite Sicherheitskonferenz, auf der die Großmächte über Krieg und Frieden diskutieren. Es sollte ihrer ­aller Pflicht sein, in Lailas ­totes Gesicht zu blicken.

Ruhe in Frieden, kleine Laila!

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