In der Türkei gibt es sie in Ankara, Istanbul und Izmir: Deutsche Schulen. Nun will Erdogan im Gegenzug in Deutschland türkische Schulen eröffnen. Ob es dazu kommt, wird zeitnah entschieden…
DREI STANDORTE
Analog zu den drei deutschen Einrichtungen am Bosporus fordert die Türkei drei türkische Schulen in Deutschland. Als Standorte für die Schulen sind Berlin, Köln und Frankfurt am Main im Gespräch, wo jeweils viele türkische Menschen leben.
Ganz neu ist Erdogans Forderung nach türkischen Schulen in Deutschland nicht. Doch jetzt hat der türkische Präsident ein Druckmittel: 2018 schloss die türkische Regierung die deutsche Schule in Izmir.
Das türkische Erziehungsministerium begründete dies damals mit dem fehlenden rechtlichen Status der Schule. Seit Sommer 2019 laufen nun die Verhandlungen.
Klar, dass man dabei jetzt auch eigene Einrichtungen bei uns ins Spiel bringt.
KRITIK
Neben viel Zuspruch gibt es auch scharfe Forderungen. Peter Heidt (54), FDP-Obmann im Ausschuss für Menschenrechte fordert, das Auswärtige Amt müsse „sicherstellen, dass die türkischen Schulen in Deutschland nicht zum Einfallstor für Erdoğans Ideologien werden“.
An den türkischen Schulen in Deutschland „dürfe absolut nichts vermittelt werden, „was unseren Interessen und freiheitlichen Werten widerspricht“.
HIER DIE QUELLE
Minister sehen große Probleme – Erdogan-Schulen „nur nach unseren Spielregeln“ https://t.co/GxbgVtcz4q
— BILD (@BILD) January 10, 2020
